14.12.2016Wir wünschen FROHE WEIHNACHTEN!



24.11.2016Bitte, verschenk mich nicht! Keine Pfoten unterm Weihnachtsbaum!


Bitte, verschenk mich nicht!
Keine Pfoten unterm Weihnachtsbaum


Plutos Start ins Leben war viel versprechend. Von seiner Mutter und seinen Geschwistern aus ging es sofort in ein warmes, kuscheliges Zuhause. Und als am Abend die Kinder ins Wohnzimmer stürmten, flossen sogar Freudentränen. Doch schnell wurde alles anders. Der Weihnachtsbaum war kaum entsorgt, schon verloren die Kinder die Lust an langen Spaziergängen durch Schnee und Matsch und am gemeinsamen Training. Die Erwachsenen übernahmen nur widerwillig die Aufgaben, die ihre Kinder zu erledigen versprochen hatten. Statt großer Freude herrschte nun Frust, die Erziehung blieb auf der Strecke, Pluto wurde ein ungestümer und unerzogener Junghund. Bis seine Menschen eines Tages aufgaben. Nur ein Jahr später wartet der junge Hund nun hinter Tierheimgittern verzweifelt auf eine Familie, die ihm das bietet, wonach er sich so dringend sehnt: ein Zuhause für immer.

Plutos Geschichte steht beispielhaft für viele Schicksale, denn leider werden nach wie vor häufig Tiere zur Weihnachten verschenkt. Besonders zu Weihnachten möchten Eltern ihre Kinder glücklich machen und ihnen etwas ganz besonders schenken. Schnell werden da die Bedenken kleingeredet oder über Bord geworfen, und ein Tier kommt ins Haus.

Die TASSO-Bitte: Verschenken Sie keine Tiere, und machen Sie andere Menschen darauf aufmerksam, dass es nicht im Sinne der Tiere ist, ein Weihnachtsgeschenk zu sein. Erklären Sie auch Ihren Kindern ruhig und vernünftig, warum es zu Weihnachten kein Haustier geben wird.

Auch ohne eigenes Haustier ist der Kontakt zu Tieren möglich und auch wichtig für Kinder. Vielleicht können die jungen Tierfreunde im Tierheim aushelfen oder regelmäßig Nachbarn oder Verwandte mit Haustieren besuchen, um auf diese Art erste, intensivere Kontakte zu Haustieren haben zu können.

Falls eine Familie mit dem Gedanken spielt, ein Haustier aufzunehmen, ist es wichtig, dass diese Entscheidung gründlich durchdacht, in Ruhe und gemeinsam mit allen Beteiligten getroffen wird. Und auch dann sollte damit lieber bis nach Weihnachten gewartet werden. Die stressige Vorweihnachtszeit ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine so große Veränderung, und viele Tierschutzorganisationen und Tierheime vermitteln in der Weihnachtszeit bewusst keine Tiere, um Hunden, Katzen und Kleintieren zu ersparen als "ausgediente Geschenke" eines Tages wieder abgegeben zu werden.

Der TASSO-Tipp für alle, die sich für tierischen Familienzuwachs entschieden haben: Nutzen Sie doch die besinnlichen Tage, um sich gründlich Gedanken über das Bevorstehende zu machen. Erstellen Sie gemeinsam Listen, auf denen Sie festhalten, was Sie alles für ihren tierischen neuen Freund benötigen. Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernehmen wird, und bereiten Sie sich gemeinsam vor. Wenn im neuen Jahr wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, kann die Suche nach Ihrem vierbeinigen Freund losgehen. Schauen Sie sich dann vor allem auch in Tierheimen oder in unserem Online-Tierheim shelta um. Dort warten tauende Tiere auf ihre eigene liebevolle Familie. Eine, die ihnen nach reichlicher Überlegung ein Zuhause für immer bieten kann.

© Copyright Text: TASSO e.V.

08.08.2016TASSO deckt auf: Hessisches "Hundegate"
TASSO deckt auf: Hessisches "Hundegate"

29.09.2016
Innenministerium verschweigt Hunderte von getöteten Hunden.
Wie viele Hunde wurden seit Einführung der Hundeverordnung in Hessen wirklich getötet?


Seit 16 Jahren existiert in Hessen eine Hundeverordnung. Diese basiert auf einer Rasseliste, die bestimmte Hunderassen wie zum Beispiel Pitbull Terrier und American Staffordshire Terrier als gefährlich einstuft. Diese Liste ist jedoch bei Experten stark umstritten, da sie nicht zur Verbesserung der Sicherheit beigetragen hat. "Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rassezugehörigkeit festlegen lässt", kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Nach Angaben des Hessischen Innenministeriums wurden in den Jahren 2003 bis 2015 in Hessen 69 Listenhunde getötet. Von 2000 bis 2002 sei keine statistische Erfassung der getöteten Hunde erfolgt. Dies geht aus einer Antwort auf eine Landtagsanfrage der Abgeordneten Barbara Cárdenas (DIE LINKE) hervor. TASSO liegen jedoch Unterlagen vor, die belegen, dass die Zahlen der getöteten Hunde in den Jahren 2000 bis 2002 doch vom Innenministerium erfasst wurden.

"Gerade in diesem Zeitraum wurden die meisten Hunde in Hessen getötet, nämlich mehrere hundert Hunde", sagt Mike Ruckelshaus. "TASSO liegen zahlreiche Dokumente wie Vermerke, Schreiben an die Landtagsfraktionen, Hundejahresstatistiken und Meldebögen über bestandene bzw. nicht bestandene Wesenstests des Innenministeriums aus den Jahren 2000 bis 2002 vor, die beweisen, dass die Antwort des Ministeriums bezüglich der Nichterfassung unzutreffend ist", so Mike Ruckelshaus. "Wenn also das Innenministerium jetzt behauptet, es gäbe keine statistischen Erfassungen getöteter Hunde aus den Jahren 2000 bis 2002, so legt dies den Verdacht nahe, dass wichtige Unterlagen "verschwunden" sind, oder dass das Innenministerium bewusst hunderte von getöteten Hunden unterschlagen will. Daher fordern wir das Innenministerium auf, die tatsächlichen Zahlen der aufgrund der Hundeverordnung getöteten Hunde seit 15. Juli 2000 bis heute offenzulegen."

In diesem Zusammenhang weist TASSO ebenfalls darauf hin, dass die hessischen Hundeverordnungen, die auf einer Rasseliste basieren, keinen Beitrag zu einer effektiven Gefahrenabwehr geleistet haben. "Dies belegen die Beißstatistiken des Innenministeriums, in denen die gelisteten Hunderassen nur in geringem Umfang auftauchen", kritisiert Mike Ruckelshaus. Daher nimmt TASSO den aktuellen Vorgang zum Anlass, um erneut die Abschaffung der unsäglichen Rasseliste zu fordern, wie dies bereits in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfolgt ist.

Aktuell
Konfrontiert mit unseren Recherchen und einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 23.9.2016, der dem Innenministerium Trickserei bei der Tötungsstatistik vorwirft und von 500 getöteten Hunden spricht, hat das Ministerium noch am selben Tag Stellung genommen und behauptet, es sei in der Landtagsanfrage nur nach der Tötung von Listenhunden gefragt worden und nicht nach der Tötung aller Hunde. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. So lautete die genaue Fragestellung in der Anfrage: "Wie viele Hunde sind seit Einführung der Rasseliste in Hessen aufgrund der Hundeverordnung getötet worden?"

Darüber hinaus hat das Innenministerium immer noch nicht offen gelegt, wie viele Hunde seit dem 15. Juli 2000 bis heute getötet wurden. TASSO wird an dieser Thematik weiter dranbleiben!

© Copyright Text: TASSO e.V.

02.10.2016Sachspenden für Tierheim in Miercurea Ciuc
Liebe Kunden und Freunde,

ich würde gerne ein Tierheim in Miercurea Ciuc (Rumänien), das durch den Verein BrunoPet - www.freundeskreis-bp.de - betreut wird, unterstützen. Dieser Verein ist mir durch meine Tierschutzarbeit gut bekannt und sie leisten sehr gute Arbeit.

An Sachspenden wird gebraucht:
- Trockenfutter und Dosen
- Welpenmilch/-brei
- Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Bierhefe, etc...
- Leckerchen
- mittelgroße Halsbänder
- Hundekörbchen aus Plastik
- Transportboxen in allen Größen, auch für Katzen
- Decken, Tücher oder Bettwäsche
- Hundespielzeug
- Metallnäpfe

Bestimmt hat der ein oder andere Hundebesitzer selber oder im Bekanntenkreis noch Sachen die nicht mehr gebraucht werden. Die abgeschobenen Hunde im dortigen Tierheim werden sich freuen!

Und natürlich freuen sich die Helfer auch über Geldspenden: für die jeden Monat stattfindenden Kastrationsaktionen und zur Sicherung der Versorgung der Hunde.

Vielen Dank für Ihre Spenden!

01.07.2016Wenn es rumpelt und blitzt - Wie Tierhalter ihren Lieblingen durchs Gewitter helfen

Grelle Blitze, krachender Donner: In den vergangenen Wochen hat uns das Wetter einiges zugemutet und vermutlich wird es noch eine Weile so weitergehen. Blitz und Donner sind schon fast an der Tagesordnung. Das wird besonders für unsere Haustiere zum Problem, wenn sie Angst vor Gewitter haben. Diese Angst können wir ihnen zwar nicht vollständig nehmen, aber mit einigen Maßnahmen und unserer Gelassenheit können wir unseren tierischen Lieblingen dennoch helfen.

Bleiben Sie drinnen
Hundehalter sollten bei Gewitter nicht mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. Da die Unwetter allerdings oft sehr plötzlich aufziehen, kann es natürlich passieren, dass Sie beim Spaziergang überrascht werden. Gehen Sie dann möglichst unaufgeregt und direkt nach Hause. Fängt es an zu donnern und zu blitzen, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Denn wenn es plötzlich laut knallt, ist die Gefahr groß, dass er sich erschreckt und wegläuft. Auch Ihre Katze sollten Sie wenn möglich bei Gewitter in die Wohnung holen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Tiere mit einem Transponder gekennzeichnet und bei TASSO registriert sind. So ist die Chance am größten, dass Ihre Lieblinge wieder nach Hause gebracht werden, wenn sie vor Angst auf Abwege geraten.

Sperren Sie das Gewitter aus
Auch zu Hause können Sie etwas tun, um den Stress für ängstliche Tiere zu verringern. Schließen Sie Fenster und Türen, ziehen Sie die Vorhänge zu, beziehungsweise lassen Sie die Rollos herunter. Je mehr von dem Gewitter draußen bleibt, desto besser.

Lassen Sie Ihrem Tier Freiraum. Ängstliche Katzen werden sich ein Versteck suchen, auf Schränke klettern oder unter dem Sofa verschwinden. Lassen Sie die Samtpfote dort in Ruhe. Auch Hunde suchen möglicherweise einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen. Lassen Sie sie gewähren. Versteckt sich Ihr Hund zwar nicht, wirkt aber dennoch beunruhigt, versuchen Sie, ihn ein bisschen abzulenken. Ein Gewitter lässt sich gut mit einer ausgiebigen Spieleinheit verbringen - allerdings nur dann, wenn der Hund darauf Lust hat. Zwingen sollten Sie ihn natürlich auf keinen Fall.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Halter die Angst ihrer Tiere nicht verstärken. Beruhigendes Streicheln und tröstende Worte bestätigten für die Tiere nur den Eindruck, dass etwas nicht stimmt und ihre Sorge berechtigt ist. Dennoch sollten Sie Ihr Tier auch nicht links liegen lassen und es völlig ignorieren. Wenn Sie plötzlich Ihr Verhalten ändern, wird das Tier nur verunsichert. Versuchen Sie, das richtige Maß zwischen Unterstützung und Gelassenheit zu finden. Am besten gelingt das, wenn Sie selbst völlig ruhig und unaufgeregt sind. Sind Sie ängstlich und unsicher, wird Ihr Tier das sofort merken.

Bleiben Sie entspannt, lassen Sie das Gewitter draußen toben und machen Sie sich eine schöne Zeit mit Ihren vierbeinigen Freunden.

© Copyright Text: TASSO e.V. / Foto: www.pixabay.com

29.05.2016Luis, wir vergessen dich nie!

Am 24.5.2016 ist unser Luis mit 13 Jahren gestorben.

Mit Schrot beschossen, an Staupe und Borelliose erkrankt, diverse Verletzungen, Arthrose, wann immer es Krankheiten zu verteilen gab, warst du in erster Reihe und hast "ich nehm's" gerufen. Aber du hast immer gekämpft, ganz oft dem Tod den Stinkefinger gezeigt und Extrastunden auf der Lebensuhr gesammelt. Du wusstest wie man die Resettaste drückt ...

Ein Streetfighter warst du auch im Umgang mit Artgenossen, 90% wurden von dir vehement abgelehnt, und einer gepflegten Keilerei bist du nie aus dem Weg gegangen. Aber die von dir ausgewählten Freunde wurden mit großer Liebe und Treue belohnt und konnten alles mit dir machen. So wie auch alle Menschen die dich kennen lernen durften, von dir geliebt wurden.

Luis, bis zuletzt Held am Gartenzaun, du warst ein besonders besonderer Hund, wir erinnern uns an so viele schöne, manchmal auch aufregende Erlebnisse mit dir, du fehlst uns allen schon jetzt!

24.03.2016Wir wünschen FROHE OSTERN!


(Osterfoto: www.pixabay.com)

20.01.2016Jetzt kommt der Winter: Igel im Winter

Nicht zuletzt durch die Fabel vom Wettlauf zwischen Igel und Hase, die jeder noch aus seiner Kindheit kennt, steht der Igel in der Rangliste der beliebtesten Wildtiere ganz oben. Und so geschieht es regelmäßig, dass tierliebe Menschen im Herbst kleine Igel, die sie gefunden haben, ins Tierheim bringen, damit die Tierchen dort gepäppelt werden sollen. Häufig ist dies jedoch falsch verstandene Tierliebe und zudem ist es eigentlich nicht erlaubt. Dazu muss man wissen, dass Igel zu den besonders geschützten Tierarten gehören und es daher verboten ist, diese zu fangen oder in Besitz zu nehmen. Daher sollte man sich die possierlichen Tiere zunächst gut anschauen, bevor man sie in Obhut nimmt.

Igel fressen sich im Sommer und Herbst ein Fettpolster an, mit dem sie bei Wintereinbruch in den Winterschlaf gehen. Dabei richtet sich der Igel nach den Außentemperaturen und nicht nach dem Kalender. In einem milden Winter ist es nicht besorgniserregend, wenn einem Spaziergänger in einer frostfreien Nacht ein Igel auf der Suche nach Nahrung über den Weg läuft. Die Stacheltiere freuen sich bei ihren nächtlichen Streifzügen über naturnahe Gärten mit Unterschlupfmöglichkeiten wie z.B. einem Laubhaufen, wo sie auch zu dieser Jahreszeit noch Würmer und Insekten finden.

Was aber soll man tun, wenn man nach Wintereinbruch, (also bei Dauerfrost und Schnee), nun doch einen verletzten oder kranken Igel findet oder wenn man tagsüber einen unterernährten Igel, mit einem Gewicht von unter 500 Gramm entdeckt? Um diesen Tieren fachgerecht helfen zu können, reicht reine Tierliebe leider nicht aus. Der Igelfinder sollte sich mit einem ortsansässigen Tierschutzverein in Verbindung setzen, der im Bedarfsfall den Kontakt zu einer Igelstation aufnimmt.
(Igelfoto: www.pixabay.com)